Wilder Pfeffer
Wilder Pfeffer ist eine Kletterpflanze, die auch Schwanz-Pfeffer oder Kubeben-Pfeffer genannt wird. Sie besitzt zugespitzte, glatte Blätter. Die kleinen, weißen Blüten stehen an Ähren. Die Pfefferkörner des Wilden Pfeffers ähneln in Farbe und Gestalt dem bekannten Schwarzen Pfeffer, nur haben sie zusätzlich einen Stängel, der zwischen einem halben und einem Zentimer lang ist.
Wilder Pfeffer wird in Sri Lanka und Indonesien geerntet, solange er grün ist. Die Pfefferkörner trocknen in der Sonne. Sobald sie eine dunkelbraun-schwarze Färbung erreicht haben, sind sie ausgereift.
Das Pfefferkorn besteht zu einem Achtel aus ätherischen Ölen. Das scharfmachende Piperin kommt nur in geringem Maße vor.
Seit der Antike werden Kubeben als Heilmittel genutzt. Sie wirken schleimlösend und desinfizierend und werden gegen Atembeschwerden eingesetzt. Bei den Chinesen sind die Pfefferkörner besonders beliebt. Arabische Händler trugen ihn in den Westen, wo er auch als Gewürz Bedeutung fand. Um den Verkauf von Schwarzem Pfeffer anzuregen, wurde in Portugal ab 1640 der Handel mit Wildem Pfeffer verboten.
Der Geruch der Pfefferkörner ist warm und erinnert an Terpentin. Wilder Pfeffer schmeckt aromatisch scharf und besitzt eine leicht bittere Note. Vom Geschmack hat er große Ähnlichkeit mit Piment bzw. Nelkenpfeffer.
Kubeben werden gerne in der indonesischen Küche verwendet. Sie kommen in Gewürzmischungen wie Curry und Ras el-Hanout vor. Statt Piment kann zu Wildem Pfeffer gegriffen werden. Gerichte mit Gemüse und Fleisch werden mit diesem Gewürz geschmacklich abgerundet.